Sonntag, 4. Juni 2017

'Jeder Mensch trägt die Unendlichkeit in sich.' - Noam Chomsky in Philomag 03/2017

Zu Pfingsten lese ich:

'Jeder Mensch trägt die Unendlichkeit in sich.'


Das definiert Noam Chomsky. 'Wären wir ganz und gar formbar und hätten nicht feste Grundlagen der Natur, hätten wir auch nicht die Kraft, politischen, medialen und geistigen Mächten zu widerstehen - und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren: unsere von klaren Regeln fundierte Freiheit.' 


Chomsky erzählt aus seiner Kindheit: 

NCh: Mein Onkel hatte einen Zeitungskiosk.

Philosophie Magazin: Und dieser Zeitungskiosk war sozusagen Ihre erste Universität?

NCh: Ja, in diesem Milieu erhielt ich meine politische Bildung. In den 1930er-Jahren herrschte eine ganz andere Atmosphäre als heute.  Objektiv war es schlimmer - es gab viel Armut und Leid -, aber psychisch war es eine Zeit voller Optimismus und Hoffnung. Alle Blicke richteten sich auf die Zukunft.

Ich habe mich dabei gefragt, was heute für eine Atmosphäre ist. Natürlich kann man fast immer behaupten, dass Angst oder Ängste die Zeit bestimmen, wegen all der Probleme, die anliegen. Aber ich persönlich bin eher dem Gedanken nachgegangen, wir hätten eben nicht wirklich Probleme und auch wenig Streben nach der Zukunft - wir wären wie für einen Moment unbewusst angekommen - und würden genau darum so sehr reagieren, wenn unser Friede gestört werde. Wir hätten eine Atmosphäre, in der man sich nicht zu sehr zu fürchten bräuchte -, wir möchten aber gerade daher nicht darin gestört werden. Wir regen uns allenfalls mehr (künstlich) auf, als dass wir klagen. (JJ)

[...]

Gedanke von Noam Chomsky:

Jeder Sprechende, Sie und ich, hat ein begrenztes System von Regeln verinnerlicht, mit dem er Sätze bilden kann. Aber mit dem begrenzten System lässt sich eine unbegrenzte Zahl von Bedeutungen ausdrücken. Das ist der Kern von Sprache und macht sie zu einer einzigartigen und spezifischen Eigenschaft des Menschen. - Hier liegt der Ursprung aller Kreativität, zu der wir imstande sind, ein konkreter Ausdruck unseres Menschseins.

Noam Chomsky: 'Sprache ist nicht zum Kommunizieren gemacht'


Das sind alles Schälchen. 

Philosophie Magazin: Der Gedanke, dass Sprache zunächst ein inneres Phänomen ist, hat Sie zu der These geführt, dass Sie nicht oder nur sehr ungenügend der Kommunikation dient. 

NCh: Wir gebrauchen die Sprache ständig zum Kommunizieren, aber dafür ist sie nicht geschaffen. Ihre Struktur ist so angelegt, dass sie die Voraussetzungen einer effizienten Kombination erfüllt, einer sinnhaften Anordnung von Elementen, aber die Voraussetzungen einer effizienten Kommunikation ignoriert sie. 

Es besteht somit ein Konflikt zwischen der Funktion, 
  1. einen Gedanken auszudrücken 
  2. und ihn zu kommunizieren. 
  3. Und angeblich wird jedesmal die zweite Funktion nicht wirklich wahrgenommen. 
Dies wiederum - und hier der kaum erkennbare gedankliche Hinweis - läge daran, dass Sprache ein System von Regeln ist, das der Geist FREI verwendet.

Das führt zu Lücken und Fehlinterpretationen, welche die zweite Funktion, nämlich zu kommunizieren, beeinträchtigen. Aber genau das hat (gute) Gründe, die der Sprache immanent sind. 

NCh: Das innnere kombinatorische System, das mir die Bildung des Satzes ermöglicht, macht ihn zugleich für meinen Gesprächspartner mehrdeutig. 

Im Logo von humanness schliessen sich die Ringe nicht - dazwischen liegt frei die Freiheit. 

Es handele sich dabei um einen notwendigen Zusammenhang. Chomsky sagt, es gäbe kein Kreativität ohne den Bestand eines regulierenden Systems. Versinnbildlich sagt er, Sie können ein solches oder ein ganz anderes Bild malen - aber immer werden Sie einen Rahmen brauchen. 

Wenn ich das lese, dann beschreibe ich Chomskys Gedanken einmal so: Es ist wie mit der Herstellung, sagen wir mal von einem flüssigen Getränk. Als 'System von Regeln' oder als Korsage brauchen wir für den noch kreativen Herstellprozess, aus Wasser, Aroma und Zucker ein Getränk herzustellen, das nach unseren eigenen Vorstellung so und so schmeckt. eine Verpackung. Zum Beispiel eine Flasche und eine Harasse und Paletten. Unser Gegenüber, hier sind es Kunden, "meinen zu verstehen", sie interpretieren unser Getränk - wie es ihnen im Mund dann schmeckt lässt eben nicht wie stets formuliert "nicht-viel-Raum-für" Interpretation und Spekulation offen, sonder eröffnet ihn erst / gerade. 

Diese Auslegung Chomskys Gedanken sind erneut MEINE Worte - es sind nicht seine. Und in allen drei Elementen, seinen Gedanken, dem Nichts dazwischen, und meinen Gedanken liegt überall etwas Freiheit. 

Was kann man damit anfangen?

  • Sie müssten nicht weiter hören, was Ihnen Ihre Eltern sagen
  • Sie müssten nicht weiter übernehmen, was Vorgesetzte meinen zu sagen
  • Sie müssten nicht übernehmen, was uns Trump aktuell alles gesagt haben soll
  • Sie müssten auch nicht alles übernehmen, was in Ihnen spricht
Sie könnten sich, da die Freiheit hierfür angelegt ist, wofür anderes entscheiden und mit eigenen Worten Ihre Gedanken fassen. 






Donnerstag, 2. Februar 2017

Kommunikation heute ist wie eine Dominoreihe

Vielen ist das Axiom von Watzlawick bekannt, welches da lautet: 

Kommunikation findet immer statt. Es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren. 

Dieser Satz und das dazu von Prof. Schulz von Thun gezeichnete Kommunikationsmodell von Absender und Empfänger, Botschaft und Feedback sind nicht falsch oder nicht mehr aktuell, aber sie erzeugen in der Folge unserer elterlichen Erziehung und Sozialisation allenfalls folgende fehl laufende Schlussfolgerung: Das Ganze sei ein ungebrochener Kreislauf, der sich aus seinem Zusammenhang verbindet (Kausalität / dies kommt von das). 

Wegen der Neuro-Wissenschaften und dem, was wir heute als Konstruktivismus kennen, ist die Idee des geschlossenen Kreislaufes aufzugeben - das Ding ist jeweils unterbrochen, egal wie logisch die Antwort auf die Botschaft lautet. 


Kommunikation ist kein kausaler Kreislauf von Botschaft und Antwort (Feedback), sondern eine Reihe gelegter Domino-Steine (Jona Jakob)


Quelle:  https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27659

Kommunikation ist kein kausaler Kreislauf von Botschaft und Antwort (Feedback), sondern eine Reihe gelegter Domino-Steine, da jeder Mit'Redende seine Wirklichkeit im Moment der Antwort frisch konstruiert. Zwischen dem letzten Beitrag und meiner Antwort ist ein Abbruch. Das ist auch gleich jene Distanz und Unverbundenheit, die es mir ermöglicht, dem Prinzip Selbstverantwortung zu folgen und in ihm getrost zu verbleiben, "egal was Muttern gerade geäussert hat und WIE sie es sagte."

Mittwoch, 2. November 2016

Werden Sie Selbstentscheider anstatt Follower

Guten Tag

Thema: Anstoss durch die Digitalisierung in zahlreichen Berufen

Szenario: Sie verlieren womöglich Ihre Stelle. In ein bis zwei Jahren. Bei den Banken hat es bereits eingesetzt. Deren Stellenstreichungen resultieren nicht aus den negativen Geschäften - sie resultieren aus einem Wandel, wo Maschinen, Roboter und Software Menschen und deren Arbeitsleistung ersetzen. Dieser Wandel geht einher mit den Begriffen:

  • Industrie 4.0
  • Arbeit 4.0
  • Digitalisierung
  • Disruption

Nicht zuletzt kann eine einbrechende Branche weitere Wirtschaftszweige treffen.

Welche Chance wer in welcher Arbeit hat, vermag vermutlich niemand vorauszusagen. Doch wenn ich einmal meine Stelle verloren habe, bin ich besser aufgestellt - ob für meine eigene mentale Verfassung, also auch für mögliche Anstellungsangebote oder neue Idee - wenn ich über eine hohe Selbst- und Sozialkompetenz verfüge bis hin zur Führungskompetenz.

Man kann sich auch in Fach- und Methodenkompetenz weiterbilden, dort wo man schon zuhause ist. Aber in Zukunft werden jene Menschen GESTALTEND die besseren Chancen haben, die nicht nur kompetent sondern auch höchst wirksam und angenehm sind. Es sind reflektierte und agile Persönlichkeiten, die es vermögen, in den Vorschuss zu gehen. Oder anders gesagt: Solche Menschen hören auf, dem Fluss zu folgen und Konsumieren als Werk zu betrachten.

An dieser Stelle folgt ein Hinweis auf einen lesenswerten Beitrag aus dem Internet:

Deutsche Arbeitnehmer unterschätzen die Wirkung der Digitalisierung auf ihre Jobs

 https://netzoekonom.de/2016/11/01/deutsche-arbeitnehmer-unterschaetzen-die-effekte-der-digitalisierung-auf-ihren-job/

Der Beitrag veranschaulicht, wie sehr viele Arbeitnehmer sozusagen 'wegschauen'. Das ist vermutlich keine ideale Strategie, den Kopf in den Sand zu stecken.



humanness Kurse für Ganzheitliche Handlungskompetenz
www.humanness.de ab 14.11.2016 in Neu-Isenburg bei Frankfurt



Consensus Coachings für Persönlichkeitsentwicklung (Privat & Business)
www.consensus-coaching.de bei Jona Jakob

Ich lade dazu ein, einen Blick auf sich selber zu werfen.

Mit besten Grüssen

Jona Jakob
www.jonajakob.com

Freitag, 21. Oktober 2016

Im November startet der Kurs 'Für sich - fürs Ich' zur Stärkung der Selbstkompetenz

Im November startet in Frankfurt / Neu-Isenburg ein Kurs zur Entwicklung der Selbstkompetenz

Für sich - fürs Ich:
*******************
- Montags, ab 14.11.2016, ab 18:30 Uhr: Kurs für Selbstkompetenz
- Dauer: 11 Abende
- Alle Informationen, PDF-Info und Anmeldeformular

www.humanness.de/selbstkompetenz.html

Im Winter sich mit sich selber befassen und kompetenter werden.

Willkommen
humanness Frankfurt
Jona Jakob



XING-Gruppe humanness Frankfurt
https://www.xing.com/communities/groups/humanness-zwischenmenschliche-kommunikation-5019-1089852

Twitter:
#humannessfra

Facebook
https://www.facebook.com/humannessfra/

Mittwoch, 10. August 2016

So geht es nicht - jedenfalls nicht "so"!

Unsere Veränderung


Es gibt Veränderungen, die sind nicht mehr rückgängig machbar. Die überschreiten einen point-of-no-return. Eine Veränderung enthält, dass sich sämtliche Verhältnisse zueinander verändern, ob die "Anderen" das wollen oder nicht, mögen oder nicht, verstehen oder nicht, nachvollziehen oder nicht. Das Systemische ändert sich, wie wenn ich an einem Mobile an einem Ende anstubbse.

Meine Partnerin, namhafte Unternehmerin, und ich fanden uns per Zufall. Es gab keine Planung, kein langsames 'Anschleichen', kaum ein Kennenlernen. Wir hatten ein Gespräch und dann waren wir zusammen. Wir wohnen und leben zusammen und lieben uns seither.

Was war bzw. was ist? Unabhängig, und noch in Unkenntnis voneinander, hatte sich jeder von uns für eine wertschätzende Haltung im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) entschieden. Das wussten wir natürlich nicht, spürten es aber vom ersten Moment der Begegnung an und fanden unser Zusammenkommen ohne viele Worte. Es war nicht, wie üblich, "Hengst & Stute", Macho & Girl", "Ich-Tarzan-Du-Jane". Nein, was einfach war, war unsere veränderte Haltung einem anderen Menschen gegenüber und die ist uns noch heute alle Lebenszeit wert. Wir schätzen uns sehr, das macht es uns aus.

Was soll das sein, eine 'veränderte Haltung gegenüber anderen Menschen'?

  • Wir wenden uns dem anderen zu, als dass wir uns in ins Zentrum drängeln (Zentrierung)
  • Wir hören zu
  • Wir versuchen zu verstehen
  • Wir denken mit
  • Wir fühlen mit
  • Wir lassen beide Seiten gelten und betrachten das Ganze
  • Wir bewerten sehr ungern oder lieber nicht
  • Wir warten
  • Wir fragen - und dann fragen wir nochmals
  • Wir fühlen sehr mit, manchmal zu sehr
  • Wir tragen Sorge zum anderen
  • Wir nehmen Rücksicht
Wir sind jetzt keine GFK-Cracks und wir sind auch nicht wirklich gut im Wording oder in vertiefenden Übungen - aber was wir verändert haben, dass sind unsere Werte und Haltung, als würde man oben bei einer Marktwaage die Gewichte so lange von links nach rechts und umgekehrt schieben, bis man die gewichtsgerechte Mitte gefunden hat. Das leben wir. Und ja, wir sind nicht gewaltfrei oder sonst wie Puristen. Aber dennoch sind wir in unserer Selbstverantwortung und haben eine bewusste Achtsamkeit. Das schliesst die Sorgfalt für das Andere mit ein.

Diese veränderte Haltung, was immer anders sein mag, möchten wir mit 50+ leben. Da ist für uns enorm viel schöne Zeit und viele gute Gefühle drin. Ein grosser Gewinn.


Was bedeutet das aber für Menschen, die mit uns in Kontakt stehen? 


Für andere Menschen bedeutet das eine Konsequenz: Wenn ihr euch nicht ansatzmässig in selbe Haltung und Bereitschaft begebt, mögen wir in diesem Verhältnis nicht in Kontakt stehen - kurz gesagt: Wir lassen von Menschen nach mehrmaligem Prüfen ab, wenn von denen nicht eine ähnliche Bereitschaft für das Miteinander signalisiert und mitgetragen wird.

Können - oder wollen -  andere Menschen nicht zuhören, nicht verstehen mögen, nicht warten, nicht einfühlen und Hintergründe sammeln ...

Können - oder wollen - andere Menschen nur ihren Sermon plappern, nur Dampfplaudern, nur sich selber hervortun oder nur für sich selber besorgt sein, agieren sie einzig selbstbezogen und nutzniesserisch, bewertend, als Ausdruck von "Kraft-meines-Amtes" etc. ... 

... dann werden diese mit uns nicht mehr weiter in Kontakt gelangen. Ende Kommunikation, Ende Kontakt, Ende "Partnerschaft" (die keine ist, wenn "so"). Sie wirken dann erzieherisch und tun so, als müssten wir uns dem anerzogenen Verständnis von Fremdverantwortung per Zuckerbrot und Peitsche wie Kinder 'brav' unterstellen. 


Wie soll das auf verschiedene Kontakte verstanden werden?


Am schwierigsten ist bestimmt nahe Verwandtschaft. Mit diesen Menschen ist man familiär verbunden, es ist das eigene Blut. Vermutlich bestehen da die meisten Kompromisse, ob gegenüber eigenen Elternteilen oder den Geschwistern. Oft ist das Resultat heute dieses, dass wir uns zwar nicht mehr zu sehr aufregen, aber wir gehen, wir verabschieden uns frühzeitig und verlassen den Ort der Begegnung. Kurz: Wir achten uns auf unsere Selbstverantwortung und schauen, dass es uns gut geht, und können wir die Situation nicht ändern, na dann gehen wir eben. Wir quatschen auch nicht noch lange über immer wiederkehrende Bemerkungen oder Abwertungen, sondern nehmen an, was ist, sehen uns aber nicht in der Pflicht und sind dann mal weg. Danke.

Einfacher wird es, je distanzierter man im Kontakt zu jemandem steht. Wir haben ein hochsensitives Gespür dafür, beide, ob uns jemand gut tut oder ob das Verhältnis aus der Balance gerät, und ob jemand immer mehr vom Ping-Pong-Tisch an sich reisst. Egal wer, ob Dienstleister, Berufsleute, Beamte, Gutmeinende, Profiteure, Gastronomen, Werkstätten, Vermieter, Nachbarn, Freunde & "Freunde" ... wer immer das sein könnte.

Glücklicherweise darf an dieser Stelle ausdrücklich gesagt sein, dass wir viel mehr faire und schöne Verhältnisse erleben, wo wir gerne im Kontakt stehen, wo es sich gut anfühlt, wo es Chancen gibt, auch mal was zu klären. Wunderbar und wie gesagt, wir leben gut und fröhlich. Und wir sind achtsam, auch für andere angenehme Menschen zu sein. Beides zusammen ergibt neue und herzliche Kontakte und schenkt viel Vertrauen.

Wo es aber nicht mehr geht, ist in Kontakten wie z.B. aus irgendwelchem Management, wo jemand meint, aus irgend einem Grund "über-uns-zu-stehen" und entsprechend mit uns seine Kommunikation verbreitet. Das können CEOs sein, Marketinmanager, Standortberater oder Fach-Coaches. Berufsleute, die keine Lösung suchen, sondern mit einer Art gewaschenem Gehirn (brainwashed) antreten und meine, uns sagen zu können, wo es lang gehen würde und was denn das Beste wäre. Da ist fertig.

Wir haben solche wörtlichen 'Blind-Gänger' um uns herum. Sie treten ungefragt an, sind miese vorbereitet, bestenfalls mit dem eigenen unreflektierten Gedankengut, und drauflosredend, als hätten sie unsere Situation mit Löffeln gefressen. Seit längster Zeit haben die aber keine Fragen mehr gestellt, sich nicht erkundigt - weder persönlich noch in der Sache, sich nicht die Situation angeschaut, kennen keine Vergleichsgrössen und andere Betrachtungsparameter, z.B. lokale, schon gar nicht.

Eine Veränderung, hier im Blog für Zwischenmenschliche Kommunikation, ist eine Veränderung. Als würde ich ein Zahnrad um 90 Grad drehen - nix ist mehr an der alten Stelle und eingekeilte Zähne haben andere Bereiche des eigenen systemischen Umfeldes mitgedreht. Und wenn einem das im reifen Alter wie ein Verdienst, ein Gewinn und eine späte Lebensfreude erscheint, ist man schlicht zu "Alt" und zu Unabhängig, um sich von Businesskasper und Empathie-armen Wesen noch etwas sagen zu lassen. Das ist kein Miteinander, das ist schon gar keine Partnerschaft und noch viel weniger ergibt diese blöde alte "Macht-Droh-von-oben-Herab-Kommunikation-der-Bewertungen-und-Du-Botschaften" irgend einen Sinn, der uns an diese alte, aus der Zeit gefallene Position zurückbringen würde. Nein, wir gehorchen nicht, weil das kein Gehorchen wäre, sondern ein Ducken. Und nein, wir ducken uns nicht.

Für stehen für unsere Veränderung. Was Sie tun, können wir nicht wissen. Gerne fragen wir immer wieder mal nach, ob Sie sich verändert haben. Gerne bieten wir Ihnen immer und immer wieder die Chance an, auf diese neue Weise des In-Kontakt-Seins-miteinader zu beginnen, zu versuchen. Sie müssen hierfür weder Profi noch Experte werden. Meist fängt es simpel damit an, ECHT zu fragen:

"Wie geht es Ihnen?" und dann auch wirklich zuhören zu mögen. Seien Sie uns willkommen, eine Sache zu klären, einen Fehler zu beheben, einer Pflicht nachzukommen. Verlassen Sie sich gerne auf uns und vertrauen Sie uns - wir arbeiten mit höchster Zuverlässigkeit und ernten seit Jahren viel Vertrauen. Aber als Ignorant, als Dümpel und Dummschwätzer bleiben Sie lieber weg, ansonsten wir Ihnen direkt oder noch direkter mitteilen, unseren Hof zu verlassen. Wir lassen uns weder noch abwerten noch in unangebrachte Vorverurteilungen stellen. Das Zauberwort lautet:

Auf Augenhöhe!

Daher an alle, die nicht zu selten - viel mehr als wir - von sogenannter "Partnerschaft" reden: Wir werden Partnerschaft auf keinem anderen Level verstehen noch möglich machen, als auf einer möglichst hoch engagierten Haltung, die fürs Miteinander beider Seiten eine stete Offenheit, Bewusstheit, Achtsamkeit und Bereitschaft anbietet - und ob Sie das wirklich tun, das beurteilen Sie sich nicht selber, das beurteilen wir mit unserer Wahrnehmung. Es ist also an Ihnen, Ihr Glück mit uns zu schmieden.

Wir sind hier nicht Unternehmerin und Investorin, Coach und Dozent, um die eigenen Entwicklungen und Stärken für veraltete Herangehensweisen von mittlerem Management zu verleumden. Wir sind hier. Wenn Sie auf alte Art und Weise meinen hier einlaufen zu können, müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns von Ihrer Stelle wegentwickelt haben und uns daher ein Gespräch oder weiterer Kontakt nicht mehr möglich ist - ausser, Sie zögen nach.

Eine Entwicklung bzw. Veränderung stellt eine Konsequenz dar.

Eine Konsequenz ist für uns eine Ernsthaftigkeit.

Wir danken ganz besonders all jenen Kontakten, mit denen es sich schön ergeben hat und die Stunden der Arbeit und der Freundschaft lebenswert sind. Dass ich hier besonders fremde 'Kapitäne und Hasardeute der Geschäftswelt' ins Visier nehme, kommt aber nicht von ungefähr.

Wichtig bei dem Beitrag ist mir aber noch: Wer von euch seinen Wandel und Entwicklung angeht oder angegangen ist, also auf dem Weg ist, dem sei vielleicht ein Beispiel gegeben, dass eine veränderte Haltung, eine persönliche Entwicklung es in sich birgt, Menschen zu gewinnen und Menschen konsequent zu distanzieren, ob es sich noch ergibt oder halt dann verloren geht, das alte Verhältnis. Bleiben Sie dabei nicht "anerzogen nett oder höflich", ansonsten Sie sich selber untergraben und damit den Wert Ihrer Bemühungen und guten Gefühle verschüttet würden. Kämpfen Sie ruhig für Ihren gewonnenen Raum und für die lebenswerte Qualtität von Leben, die neuen Horizonte.

Herzlich ermutigend ...

Jona Jakob
Geschäftsführer humanness Frankfurt

Ich habe noch zwei Nachträge:

1 - Auch wenn Sie meinen, Sie hätten schon verstanden, was 'Wertschätzung' oder eine 'wertschätzende Haltung' ist, dann bedeutet das noch längst nicht, dass Sie selber davon etwas an den Tag legen würden. Prüfen Sie sich, denn ohne Wertschätzung kriegen Sie von uns nichts.

2 - Und bloss weil viele andere Menschen und Positionen noch im altanerzogenen Modus der "Höflichkeit und des Anstandes" sich Ihnen gegenüber harmonisch moderat zeigen, bedeutet das ebenfalls nicht, dass Sie ein gute oder ein partnerschaftliches Verhältnis hätten. Meist ist es eben ein unterstelltes Verhältnis, das auf der Konditionierung des Top-Down läuft, also Eltern-Kind, oder Top-Manager-Mitarbeiter oder Zentrale-Dezentrale. Man meint sich Oben - da schon fallen Sie bei uns aus dem System. Wertschätzung ist die anzubietende Haltung, sonst verwundern Sie sich nicht, dass Sie es zu verantworten haben, wenn Sie es mit uns nicht können.

Freitag, 1. Juli 2016

Frankfurter Rundschau: Gehasst werden jene, die dem Hass nicht mit Hass begegnen wollen!

Ich weise auf den mE lesenwerten Artikel der Frankfurter Rundschau hin, welcher das aktuelle Phaenomen mit dem Hass beschreibt - ein sehr lesenswerter Artikel über die Kommunikation, welche sich als Hass äussert.

Beitrag von Christian Bommarius / Politik-Autor

Das System? Das ist nicht nur der Staat, das sind nicht nur die Amtsträger und Institutionen. Das System ist auch die Gesellschaft, das sind diejenigen, die den Schutz der Menschenwürde nach Art. 1 des Grundgesetzes nicht als Bürger-, sondern als Menschenrecht begreifen, das sind die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, das sind die Lehrer, die den Schülern Demokratie nicht als Theorie einer Herrschafts-, sondern als Praxis einer Lebensform vermitteln, das sind die Pfarrer, die Journalisten, die Politiker, die Humanität nicht nur als Wort betrachten, sondern als Aufgabe begreifen. Es sind diejenigen, die den Hass im Netz und auf der Straße ohne Hass bekämpfen, weil sie wissen, dass sich Hass nicht mit Hass bekämpfen lässt.

Link zum Beitrag in der Frankfurter Rundschau: 


humanness Frankfurt - Zwischenmenschliche Kommunikation

Jona Jakob

Sonntag, 26. Juni 2016

Zum Tod des Schauspielers Götz George

Was Götz George kommunikativ auszeichnete, war seine non-verbale Sprache temperierter Wucht. Eigentlich war sein Schimanski eine dauernde Drohung, von der katzenhaften Schmuserei bis hin zum brachialen Erschlagen. Es war eine Sprache des physischen Kraftaktes und der Kumpanei, etwas das viel Körper braucht, Schultern, Unterarme, Schenkel, Haare.
Mein Lieblingsfilm mit GG ist 'Der Totmacher', wo er in der Anstalt den gefangenen Serienmörder Fritz Haarmann spielt. Er hat eigentlich keine Stimme und eine ungeschickte, ja fast kindlich gebrochene Sprache, eine rohe, zurückgebliebene Infantilität. Aber genau damit konnte er einem ein massives Schaudern erzeugen.
Ruhe in Frieden.

Sonntag, 29. Mai 2016

FAZ-online: Warum wir zuweilen unsere Autos anschreien

Lesetipp:

Ein Du in allen Dingen - Warum wir zuweilen unsere Autos anschreien


Beschwerden und Vorwürfe setzen die Handlungsfähigkeit ihres Adressaten voraus, und dieses Merkmal kommt, da sind wir uns sicher, nur Menschen zu. Wirklich?

28.05.2016, von ANDRÉ KIESERLING, BORIS HOLZER UND GERALD WAGNER


Viel Spass bei der Erkenntnis.

... seine eigene Sprache.

Jeder herausragende Mensch und Schöpfer hat seine eigene Sprache.


Aus einer Dokumentation über Marco Goecke / arte

Montag, 23. Mai 2016

"Besser" Kommunizieren ...

"Besser" kommunizieren zu können, meint laut Kommunikation nicht, siegreicher zu sein, sondern verständnisvoller zu werden.

Jona Jakob - Mai 2016

Halte dich ...

Ich halte dich mal, damit du nicht zu reden brauchst.


Jona Jakob, Mai 2016

Sonntag, 22. Mai 2016

Menschlich und intelligent macht uns unsere Zusammenarbeit

MICHAEL TOMASELLO - What Makes Us Human?



Drei Minuten, die man vermutlich auch dann erfassen kann, wenn ihr den  Titel vom Blogbeitrag lest und dann die Bilder schaut. Die Aussage ist: Unsere Menschlichkeit entsteht besonders dort, wo wir zusammenarbeiten. Das stärkt uns einerseits und verhilft und zu Lösungen - es fordert und fördert aber auch unsere Wahrnehmungen, Signale, Gefühle und Regungen, es trainiert uns.

Danke für den Video-Hinweis von Edeltraud Kruse, Frankfurt

humaness Frankfurt - Zwischenmenschliche Kommunikation

www.humanness.de 

Freitag, 20. Mai 2016

Für mich - Persönliche Ganzheitlichkeit

Wenn Sie nicht dem 'Herden'-Bewusstsein folgen, sondern dem Ihres eigenen Schicksals, können Sie Ihr wahres Potential entdecken - Sie erleben ein Gefühl der persönlichen Ganzheitlichkeit. 

Wenn Sie sich auf diese Weise herausbilden, können Sie mehr und mehr in die Führung gehen,  weil Sie vor oder über dem Rest der Dinge stehen. Von dieser Position aus können Sie der Gruppe Achtung schenken und ihr Ihren 'Lead' anbieten. 


Original:

If you don't follow "herd" consciousness, but rather your own destiny, you will be able to unlock your true potential and discover, at last, a sense of personal wholeness. - Only the outcast can lead, for he stands ahead and above the rest... and from that place can contribute back to the group and lead. 

- Dr. Gail Gross, USA

Für mich - Dunkle Seite der Medaille

Etwas zu 'verstehen' bedeutet, auch die unangenehmen, nachteiligen Seiten einer Sache anzunehmen. Wer sich nur optimieren mag und daher keine wirkliche Bereitschaft hat, das Schwere, Beladene, Negative an der Erkenntnis anzunehmen, schliesst damit einen Teil der Wirklichkeit aus. Wohin das jemanden führt, weiss ich auch nicht - vermutlich in eine zunehmende Verdrehung der Dinge, eine ganz andere Form von Unglück.

Jona Jakob
humanness Frankfurt

Für mich - Selbstverständnis

Wenn Sie keine Kenntnis davon haben, worauf sich 'Selbstverständnis' bildet, dann haben Sie kein Mittel oder Werkzeug, sich Ihr eigenes Selbstverständnis zu bilden. Sollten Sie aus diesem Grund zum Spielball Ihrer Umstände werden, kann es gut sein, dass Sie lange noch ein fälschlich empfundenes Unglück empfinden. - Es ist ein Gewinn, diese Betrachtung kennen zu lernen, weil Sie dann besser zu sich schauen können. 

Jona Jakob 
humanness Frankfurt

Willkommen bei humanness Frankfurt

Zwischenmenschliche Kommunikation ist die Kunst, nachhaltig erfolgreich zu sein. Freuen Sie sich auf fundierte Erkenntnisse und Ihre persönliche Entwicklung. Lernen Sie die Grundlagen der Zwischenmenschlichen Kommunikation. Werden Sie Anwender, Expertin und Mensch.

Willkommen bei humanness Frankfurt.